1933: Nessi gesichtet

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Am 2. Mai 1933 erschien im „Inverness Courier“ ein Artikel, der eine alte Sage in ganz Europa bekannt machte: Ein Monster lebt im schottischen Loch Ness. Auch in deutschen Zeitungen wurde ausführlich berichtet.

Seitdem ist diese Geschichte neben Bigfoot und dem Yeti das bekannteste (und vielleicht auch amüsanteste) Beispiel für Fake News.

Im See, der eben noch so ruhig und glatt da gelegen hatte wie ein Mühlteich, fand sich auf einmal ein gewaltiger Hügel.“ Die Lokalzeitung berichtete, dass ein „bekannter Geschäftsmann“ und seine Frau, eine „Universitätsabsolventin“, eine außergewöhnliche Erscheinung gesichtet hätten. „Für eine volle Minute vergnügte die Kreatur, deren Körper dem eines Wales ähnelte, sich in den Fluten rollend und springend … Das Wasser um die Kreatur herum brodelte wie in einem Hexenkessel. Dann verschwand sie im Schaum der Wellen.

Alte Geschichte

Die Bewohner vor Ort kannten die Sage schon seit langem. Der erste Bericht über das Ungeheuer von Loch Ness stammte aus dem Jahr 565.

Der irischen Missionar St. Columban berichtete, wie ein Monster kurz davor war, einen im See Badenden zu fressen. Durch Anrufung des Allmächtigen konnte der mutige Mönch den Mann jedoch retten.

Weitere Sichtungen datierten auf die Jahre 1872 und 1903. Doch erst mit dem Artikel aus dem Jahr 1933 wurde die Geschichte europaweit bekannt.

Bis heute unbewiesen

Das berühmteste Bild Nessis, datiert aus dem Jahre 1934, diente mehr als eine Generation lang interessierten Kreisen als Beweis.

Es zeigte undeutlich ein Tier mit einem kleinen reptilartigen Kopf und langem Hals und wurde von dem renommierten Londoner Arzt Dr. Robert Kenneth Wilson aufgenommen und veröffentlicht. Erst im November 1993 gab der damals 90 Jahre alte Modellmacher Christian Spurling auf dem Sterbebett seine Beteiligung an der Fälschung zu.

Am 13. März 1994 veröffentlichte die Zeitung „Sunday Telegraph“ den Schwindel. Das „Surgeon’s-Foto“, einen der bis dahin besten Beweise für die Existenz von Nessie, war eine von dem Schauspieler, Filmproduzenten und Großwildjäger Marmaduke („Duke“) Wetherell inszenierte „Zeitungsente.

Immer noch aktuell

Der Mythos ist eine wichtige Einnahmequelle der Region und Schottlands geworden, da der See eines der Hauptziele für den Tourismus in Schottland ist. Was auch erklärt, warum alles Suchen kein Ergebnis gebracht hat. Es ist einfach schöner, weiterhin einen Mythos zu haben.

Quellen