Amazon liefert per Zeppelin und Drohne

Fliegende Drone mit Kamera. Foto: Ricardo Gomez Angel / Unsplash
twittertwitter

Ein Video verbreitet sich über die Sozialen Medien. Der Inhalt: Ein Amazon Zeppelin fliegt langsam über eine japanische Stadt. Aus dem Bauch des Zeppelins verteilen Drohnen Pakete über die ganze Stadt. Eigentlich harmlos. Begleitet wird das echt aussehende Video aber vom bekannten Star-Wars Soundtrack. Und erhält dadurch einen bedrohlichen Unterton.

Aktuelle Bedrohung?

Die Nutzer reagieren. Vielfach ohne zu wissen, dass das Video ein Fake ist. Nicht nur wird das Video eines japanischen Videokünstlers millionenfach weitergeleitet. Auch die Kommentare heizen die Verbreitung an. "So sieht also die Bedrohung der Welt aus", "Das hier ist an der Grenze zur Dystopie" etc. Auch Sascha Lobo vom Spiegel-online greift das Video auf, um eine schwarze Zukunft der Drohnentechnologie zu zeichnen.

Das Beispiel zeigt sehr schön, wie Nachrichten in den Sozialen Medien gestrickt sein müssen, um verbreitet zu werden. Ein Aufreger als Thema (Drohnen), ein bekannter Name (Amazon) und ein gut gemachtes Bild oder Video reicht schon aus, um die Maschinerie in Gang zu setzen.

Panik ist nicht angebracht

Ob die Mini-Drohnentechnologie mehr Vor- oder Nachteile für die Gesellschaft bringt, ist noch offen. Darüber kann in der Tat diskutiert werden. Nur sollten wir uns nicht von der Panikmache anstecken lassen. Wie jede neue Technik muss ein Weg gefunden werden, einen vernünftigen Umgang damit zu finden. Die Videos sind interessante Gedankenspiele, die die Diskussionen beflügeln können. Panik sollten sie aber nicht erzeugen.

Wie reagiere ich im Gespräch?

In Diskussionen hilft die Tripple-A Methode:

Die Minidrohnen sind eine neue Technologie, deren weitere Entwicklung noch nicht absehbar ist. Ich kann gut verstehen, dass hier Ängste entstehen, die Gedankenspiele der Techniker sind teils atemberaubend. Nur sollten wir uns davon nicht verrückt machen. Jede Technik hat gute und schlechte Seiten und die Gesellschaft wird sicherlich Wege finden, damit umzugehen.

Quellen