Februar 2003: Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen

Militärfahrzeug. Foto: mikecook1 / pixabay
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Bush rüstet sich zum Krieg gegen den Irak, aber die Weltöffentlichkeit ist nicht überzeugt. Die Fake News von Saddams Massenvernichtungswaffen werden verbreitet. 

Am 5. Februar 2003 trat Außenminister Colin Powell vor den Weltsicherheitsrat. Powell war ein Mann, der Vertrauen genoss und als seriöser Politiker galt. Der amerikanische Präsident schickte seinen wichtigsten Mann. Powell behauptete in seiner Rede, Saddam verfüge über mobile Labore zur Herstellung biologischer Waffen und arbeite auch daran, chemische und nukleare Waffen herzustellen. 

Ein Auftritt voller Lügen

Er präsentierte unter anderem Satellitenfotos von Lastwagen mit angeblichen mobilen Biowaffen-Labors. Damit lieferte er die Begründung der USA für den Krieg gegen den Irak.

Doch nicht alle Verbündeten waren dieser Meinung. Der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer sagte auf der Münchner Sicherheitskonferenz: "Ich bin nicht überzeugt." Doch George W. Bush brauchte diesen Krieg. Am 11. September 2001 hatten islamistische Terroristen die USA mit Flugzeugen angegriffen, Bush schwor Rache – und brauchte dringend Erfolge. Er fokussierte sich auf das brutale Regime des irakischen Herrschers Saddam Hussein. 

Waffenlabore: Fehlanzeige

Am 20. März begann Bush den Krieg gegen den Irak. Nur: Die Waffenlabore wurden nie entdeckt, auch keine Belege für dessen Existenz. Nicht die einzige Lüge in diesem Krieg. 

Bis heute sind nach verschiedenen Quellen mehr als 100.000 Zivilisten im Irak umgekommen. Die Region ist nie zur Ruhe gekommen. Als "Schandfleck meiner Karriere" hat der ehemalige US-Außenminister Colin Powell seinen Auftritt vor dem UN-Sicherheitsrat am 5. Februar 2003 später bezeichnet. 

Quellen