Die Mär vom weißen Transporter

weißer Transporter. Foto: Tobias Tullius / Unsplash
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Gerüchte über Kinderschänder, die an Schulen oder Kitas lauern, verbreiten sich via Whatsapp oder Facebook rasend schnell. Oft stecken hysterische Eltern dahinter. Mit Geschichten über Kinderschänder in weißen Transportern erzeugen sie Panik. 

Der weiße Transporter rollt fast überall

Berichte über angebliche Vorfälle in der Nähe von Schulen hat es in den vergangenen Tagen viele gegeben: Grund sind die über Whatsapp oder bei Facebook geteilten Gerüchte.

Am hartnäckigsten halten sich Geschichten über Männer in weißen Transportern, die vor Schulen oder Kitas Kinder entführen. Bundesweit werden diese Fakes seit mehr als 10 Jahren über die Elternchats verbreitet. Immer mit dem Hinweis: "Passt auf eure Kinder auf". Stets ging die Polizei den Hinweisen nach, konnte jedoch nie ein Verbrechen feststellen.

Zu selten hinterfragen Eltern solche Nachrichten kritisch. Niemand will am Ende verantwortlich sein, wenn man eine Warnung anzweifelt und letztendlich passiert doch jemandem etwas, das gilt auch für Schulen und Kitas, die in solchen Elternbriefen vor Fremden warnen. 

Die Geschichte vom weißen Transporter ist inzwischen zu einer urbanen Legende geworden. Die vielleicht bekannteste ist die "Spinne in der Yuccapalme". Eine Person kauft eine dieser Pflanzen, kurz danach stirbt er am Biss einer Spinne, die in dieser Palme versteckt war. 

Was tun?

Wenn Sie selber solch eine Nachricht erhalten. Ruhe bewahren. Und umgehend antworten, am besten mit der Triple-A Regel. 

Liebe Eltern. Falsche Nachrichten erzeugen Panik. Ich habe Verständnis, dass solche Geschichten weitergeleitet werden. Aber bitte beachtet, diese Geschichte ist halt einfach nur eine Geschichte, die seit mehr als 10 Jahren durch die Netzwerke geistert. Unter www.gegen-fake-news.de/weißer-transporter findet Ihr die Auflösung.

Quellen